Teufelskreis der Angst
Angst ist eine Überlebensreaktion, die Stress im Körper auslöst. Dieser Stress wird vom
Nervensystem wieder als Anzeichen für Gefahr gedeutet, wodurch die Angst sich verstärkt.
So entsteht ein selbstzerstörerischer Teufelskreis. Wir durchbrechen ihn, indem wir im
Körper und im Gehirn die Erfahrung von Sicherheit verankern.
Angst – Körper und Geist im Ausnahmezustand
Angst entsteht, wenn das Gehirn Gefahr vorhersagt, obwohl im Außen keine akute
Bedrohung besteht. Der Körper mobilisiert dann Energie und reagiert, als müsste er sich
schützen – mit einer dieser Strategien:
Flucht (Flight): Rastlosigkeit, Panik, Getriebenheit, Vermeidung,
Gedankenkreise, Flucht in Arbeit.
Kampf (Fight): Reizbarkeit, Wut, innere Spannung, ständige Abwehr.
Erstarrung (Freeze): Rückzug, Lähmung, emotionale Taubheit, neben sich
stehen.
Beschwichtigen (Fawn): Aufgabe eigener Bedürfnisse, übertriebenes
Harmoniestreben, übertriebene Anpassung.
Oft wird die Angst gar nicht als Emotion erkannt. Magenbeschwerden, Verspannungen oder
ein permanenter Druck auf der Brust stehen dann im Vordergrund. Eine Behandlung der
körperlichen Symptome hilft dann in der Regel nicht weiter.