Wenn ein Ereignis nicht vergeht
Nach einem traumatischen Ereignis ist es normal, erschüttert zu sein: schlecht zu schlafen,
die Bilder nicht loszuwerden, schreckhaft zu sein. Bei vielen Menschen klingen diese
Reaktionen in den folgenden Wochen ab. Bleiben sie bestehen, spricht man von einer
Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Typisch sind:
- Wiedererleben: Flashbacks, sich aufdrängende Bilder und Alpträume – als
geschähe es jetzt.
- Vermeidung: Orte, Situationen, Gespräche oder Gedanken, die an das
Ereignis erinnern, werden gemieden.
- Übererregung: Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen,
Konzentrationsprobleme, ständige Wachsamkeit.
- Taubheit und Rückzug: sich wie abgeschnitten fühlen, wenig Freude
empfinden.
Traumatisieren kann nicht nur, was man selbst erlebt hat. Auch ein Ereignis, das man
miterlebt hat, oder die plötzliche Nachricht vom Tod eines nahen Menschen kann diese Folgen
haben.